Sie müssen das nicht allein sortieren
Wenn ein Angehöriger plötzlich Pflege braucht, kommt vieles gleichzeitig auf Sie zu: Anträge, Verordnungen, Hilfsmittel und Termine. Hier steht, was zuerst wichtig ist, wer wofür zuständig ist und was Sie davon an uns abgeben können.
Niemand hat Ihnen das erklärt
Fast alle, die zu uns kommen, sagen irgendwann denselben Satz: „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll." Das liegt nicht an Ihnen. Es liegt daran, dass niemand Ihnen erklärt hat, wie diese Abläufe funktionieren. Pflegekasse und Krankenkasse sind zwei verschiedene Wege. Manches braucht eine Verordnung, manches nur einen Antrag. Und alles läuft gleichzeitig los, während Sie weiter arbeiten gehen.
Dazu kommt der Teil, über den kaum gesprochen wird. Sie treffen Entscheidungen für einen Menschen, der bisher selbst entschieden hat. Sie sehen Ihren Vater oder Ihre Mutter in einer Rolle, die neu für beide ist. Das ist anstrengender als jeder Antrag.
Diesen Teil können wir Ihnen nicht abnehmen. Den organisatorischen Teil aber zum großen Teil schon.
Was zuerst, was danach
Sechs Schritte, in dieser Reihenfolge. Sie müssen sie nicht alle allein gehen.
Wenn der Angehörige noch im Krankenhaus ist: nach dem Entlassmanagement fragen
Jedes Krankenhaus muss die Zeit nach der Entlassung mit vorbereiten. Dort können Verordnungen ausgestellt und Hilfsmittel angemeldet werden, bevor jemand zu Hause ist. Fragen Sie nach dem Sozialdienst oder dem Entlassmanagement und nennen Sie den geplanten Entlassungstag. Sagen Sie uns diesen Tag ebenfalls, dann steht das Bett, wenn der Krankenwagen kommt.
Entlassung in drei Tagen. Was jetzt?
Das ist die häufigste Anfrage bei uns, und es ist die mit dem größten Zeitdruck. Sie erfahren am Montag, dass Ihr Vater am Donnerstag nach Hause kommt, und wissen, dass er die Treppe nicht mehr schafft.
Rufen Sie in diesem Fall direkt an und nennen Sie zuerst den Entlassungstag. Danach fragen wir das Wichtigste ab: Wer wird versorgt, wie sieht die Wohnung aus, gibt es einen Pflegegrad und liegt eine Verordnung vor. Was fehlt, klären wir mit der Praxis oder mit dem Krankenhaus.
Wir richten uns nach dem Entlassungstag, nicht nach unserem Tourenplan. In der Regel steht das Pflegebett aufgebaut und eingewiesen da, bevor Ihr Angehöriger ankommt.
Wenn es zu Hause noch nicht geht, sprechen Sie im Krankenhaus über Kurzzeitpflege. Das verschafft Ihnen Wochen statt Tage, und diese Zeit brauchen die meisten Familien.
Was Sie bereithalten sollten
Für das erste Gespräch mit uns genügt das Wichtigste. Wenn etwas fehlt, gehen wir trotzdem los.
Ein Tipp für den Gutachtertermin zum Pflegegrad: Notieren Sie in der Woche davor, wobei Sie helfen und wie lange das jeweils dauert, etwa beim Anziehen, beim Waschen, beim Essen, bei den Medikamenten oder wenn nachts Hilfe gebraucht wird. Beim Termin selbst fällt vieles nicht ein, und was nicht gesagt wird, kommt in der Bewertung nicht vor.
Wer wofür zuständig ist
Medikamente und Hilfsmittel über eine Stelle
Zu Sanitec gehören zwei Apotheken. Für Sie heißt das, dass die beiden Themen, die im Pflegealltag am meisten Zeit kosten, zusammenlaufen.
Sie erzählen die Situation also einmal und nicht viermal.
Denken Sie auch an sich, am Besten frühzeitig
Viele Angehörige halten sehr lange durch und melden sich erst, wenn nichts mehr geht. Dabei gibt es Leistungen genau für diesen Fall: Verhinderungspflege, wenn Sie selbst einmal ausfallen oder Urlaub brauchen, Kurzzeitpflege für eine begrenzte Zeit, der Entlastungsbetrag für Alltagshilfen und Pflegekurse, die Ihnen im Alltag mehr Sicherheit geben.
Dafür sind wir nicht die richtige Beratungsstelle, und wir tun nicht so, als wären wir es. Fragen Sie bei der Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse oder beim Pflegestützpunkt im Kreis. Beides ist kostenlos. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen, sagen wir Ihnen, wen Sie anrufen können.
Bezeichnungen und Ansprüche im Sozialrecht ändern sich. Diese Angaben wurden zuletzt geprüft am: 14.09.2026
Was Sie an uns abgeben können
Was bei Ihnen bleibt, sind die Entscheidungen und die Nähe zu Ihrem Angehörigen. Um alles andere kümmern wir uns, so weit Sie das möchten.
Persönliche Beratung anfragen
Wir rufen Sie zurück und klären in wenigen Minuten, was ansteht. Wenn es dringend ist, nennen Sie im Feld den Entlassungstag.
Wenn es schnell gehen muss, rufen Sie besser an: Telefonnummer wird ergänzt.
Ein Anruf ersetzt drei Abende Recherche
Sie müssen vorher nicht wissen, wie die Hilfsmittel heißen oder welche Kasse zuständig ist. Erzählen Sie uns Ihre Situation, den Rest ordnen wir.